Der Ausbau des Dachgeschosses

Der Ausbau des Dachgeschosses durch den Dachdecker

Dämmung beim massiven Dach
Auf dem massiven Dach werden Blindsparren befestigt und zwischen den Sparren wärmegedämmt. Bei einer Dämmung über den Dachsparren sind Blindsparren nicht nötig, die plattenförmigen Dämmstoffe werden ausgelegt und die Konterlattung durchgedübelt. Die Dämmung muss durch eine wasserführende Schicht abgedeckt werden und vom erfahrenen Dachdecker verlegt werden.

Dämmung beim Niedrigenergiehaus
Stärkere Dämmschichten als die neue Wärmeschutzverordnung fordert, sind bereits heute beim sogenannten Niedrigenergiehaus üblich. 25 - 30 cm Dämmstärke im Dach sind hier keine Seltenheit, da ein k-Wert von 0,15 W/m2K erreicht werden soll. Ziel ist es, mit diesen Maßnahmen den spezifischen Energieverbrauch für die Raumheizung auf 5 1 Heizöl/m² Wohnfläche und Jahr zu senken. Diese Dämmstärke wird z.B, erreicht, indem nicht nur zwischen den Sparren, sondern auch raumseitig darunter gedämmt wird. Außerdem muss auf eine sehr gute Winddichtigkeit der Konstruktion geachtet werden. Da die Vollholzsparren im Vergleich zum Dämmstoff (zwischen den Sparren) eine Wärmebrücke darstellen, kommen hier zunehmend die schon erwähnten Masonite-Träger zum Einsatz. Bei solch starken Dämmschichten ist auch ohne zusätzliche schwere Schicht die thermische Stabilität der Leichtbau-Dachkonstruktion gut.

Sanierung ausgebauter Dächer
Bei der Sanierung ausgebauter Dächer sind die Bedingungen schwierig, da eine Dämmung meist nicht vorhanden ist und die raumseitige Schicht aus einer Putzkonstruktion besteht. Bei einer nachträglichen Dämmung werden diese sehr winddichten, schweren, und damit thermisch vorteilhaften Innenschalen zerstört. Deshalb sollte geprüft werden, ob der Sparrenhohlraum vom Spitzboden aus zugänglich ist, oder ob im Zuge einer Sanierung der Dachdeckung der Dämmstoff von außen eingebracht werden kann. Vom Spitzboden aus können steife Platten (Schilfrohr, Holzweichfaserdämmplatten) eingeschoben werden. Wegen der oft unregelmäßigen Sparrenabstände sind Wärmebrücken allerdings schwer zu vermeiden. Besser ist es, nach Entfernung der Dachziegel zwischen den Sparren einen Hohlraum herzustellen und in diesen Dämmstoff einzublasen. Eine nicht gedämmte Kehlbalkenlage wird nach dem Entfernen der Holzabdeckung bis zur Oberkante mit Blähton, Korkschrot oder Zellulosedämmstoff aufgefüllt und wieder verschlossen. Die fehlende Dampfbremse führt aufgrund der offenporigen Gesamtkonstruktion und der schweren Innenschale nicht zu Bauschäden, vorausgesetzt, die Abdeckung an der Oberseite ist ebenfalls durchlässig (kein fugenloser Holzboden, keine Spanplatten).

Besteht die Verkleidung innen nur aus einer undichten Nut-und Federschalung, so wird diese entfernt und eine Windbremse eingebracht, bevor weitere Dämmaßnahmen vorgenommen werden.

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Autor: Herr Kreiner
publizierte am 05.06.2008
den Artikel: Der Ausbau des Dachgeschosses
zum Thema: Haus & Garten
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